Sonne, Strand und Cheesecake
Aktualisiert: vor 5 Tagen
Nachdem ich nun schon eine Woche in San Sebastián bin, ist es Zeit für den ersten Blogeintrag aus Spanien.
Die Anreise am 29.09.2026 verlief weitgehend unaufgeregt. Die Flüge waren alle pünktlich und obwohl ich vorher Bedenken hatte, meinen Anschlussflug nicht zu schaffen, hat auch dies alles reibungslos geklappt. Nach der Landung musste ich knapp eine Stunde auf den Bus in die Stadt warten. Die Wartezeit nutzte ich gleich, um allen Bescheid zu sagen, dass ich gut gelandet bin. Nach guten 11 Stunden Reisezeit – von der Haustür zu Hause bis zur WG-Wohnungstür in San Sebastián – kam ich ziemlich erledigt gegen 22:30 Uhr an. Alissa hatte mich schon sehnsüchtig erwartet und stellte mein Begrüßungskomitee dar.
Am Mittwoch nahm ich mir eigentlich vor, die Stadt etwas anzusehen, aber nachdem ich, total fertig von der Anreise, bis mittags schlief, wartete ich mit der Stadterkundung und dem Lebensmitteleinkauf, bis Alissa von der Arbeit zurückkam. Also richtete ich mich zunächst in meinem neuen „Zuhause“ auf Zeit ein. Gegen 17 Uhr machten wir uns gemeinsam auf den Weg, besorgten mir eine Busfahrkarte und erledigten ein paar Einkäufe. Ansonsten verlief der Mittwoch weitgehend unspektakulär.
Am Donnerstag, also dem 01.10., sollte eigentlich mein Online-Studium beginnen. Dazu machte ich mich in das Workcafé „Santander“ auf. Mein Fazit: Es ist weniger ein Café und mehr wie ein Büro, aber das WLAN funktionierte und es gab eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Als ich startklar war und mich auch darauf gefreut hatte, mit der Bearbeitung der Online-Module zu beginnen, musste ich feststellen, dass das Studium an sich erst zwei Wochen später startet.Also machte ich mich erst einmal mit der Online-Plattform bekannt. Dies kostete mich zunächst einige Nerven. Mittlerweile habe ich jedoch eine relativ gute Übersicht über die Online-Plattform und finde mich gut zurecht.
Am nächsten Tag machte ich mich alleine zu einer größeren Stadterkundung auf. Erst einmal, um mir eine kleine Übersicht über die Stadt zu verschaffen. Zudem hatte ich bei unserer ersten Shoppingtour mein Shampoo vergessen. Außerdem hatte ich mir ein Fitnessstudio angeschaut, denn ich wollte gerne einen Yogakurs besuchen. Mit vollen Taschen und im Fitnessstudio angemeldet ging es für mich zurück in die WG – vorerst! Alissa war bereits da und wir machten uns fertig für den Abend. In den drei Wochen, die Alissa bereits hier ist, hat sie einige Bekanntschaften gemacht. So hat sie einige Studenten kennengelernt, welche uns eingeladen hatten, am Abend mit zum Bar-Hopping zu kommen. Die Mädels, die alle über Erasmus hier sind, kamen aus der ganzen Welt. Einige ebenfalls aus Deutschland, andere aus Italien, Schweden, der Türkei und sogar Korea.Wir blieben jedoch nicht so lange. Wir nahmen eine Karaoke-Bar mit und machten uns dann wieder auf den Rückweg.
Am Samstagmittag ging es für uns zum Keramikanmalen. Alissa hatte mir dies zu meinem Geburtstag geschenkt. Keramik anzumalen ist wirklich anstrengend und deshalb genehmigten wir uns erst einmal eine Pause, bevor es am Nachmittag an den Strand – Playa de la Concha – ging. Der Strand hier ist wirklich traumhaft schön … Superweicher Sand und klares, türkisfarbenes Wasser. Nach dem Strandausflug und nachdem wir einiges an Sonne getankt hatten, ging es für uns beide zum Yoga. Mir persönlich hat dies leider nicht wirklich zugesagt beziehungsweise entsprach es nicht der Vorstellung, die ich von Yoga habe. Das Ganze war im Keller des Fitnessstudios, somit ohne Tageslicht. Zudem lief während der gesamten Stunde laute Musik.Der Punkt, der mich eigentlich am meisten störte, war, dass es keinen echten Yogalehrer gab. Die Yogaübungen wurden auf einer großen Leinwand abgespielt und das war’s.
Am Sonntag schliefen wir beide erst einmal langeeeee aus. Alissa, weil sie den Abend zuvor noch weg war. Ich war nicht mit, aber die ganzen neuen Eindrücke und Umstellungen muss ich auch erst einmal verkraften und das macht ganz schön müde. Dennoch hatte ich ein paar Spots zusammengeschrieben, die ich mir gerne anschauen wollte. Los ging es für uns am Playa de Zurriola, einem der drei großen Stadtstrände San Sebastiáns. Von den drei Stränden ist dies der Surferstrand. Danach ging es über die Plaza de la Constitución, den Hauptplatz der Stadt, bevor wir auf den Urgull-Berg stiegen. Zum einen, um die Jesusstatue zu sehen, welche man von der ganzen Stadt aus sieht, und zum anderen für den atemberaubenden Blick über die Stadt beziehungsweise in die Bucht. Zurück ging es über den Hafen und als krönenden Abschluss und zur Belohnung für den anstrengenden Berganstieg gab es einen echten San-Sebastián-Cheesecake. Dieser schmeckte anders als erwartet: viel weniger süß, aber trotzdem super, super lecker. Also von mir gibt es auf jeden Fall eine Empfehlung. Wenn man schon einmal in San Sebastián ist, dann muss es auch einen San-Sebastián-Cheesecake geben!
Gestern saß ich, aufgrund dessen, dass es in der WG kein WLAN gibt, in der Bibliothek und habe mit einem Vorbereitungskurs für die Uni gestartet.Ein Bestandteil meines Psychologiestudiums ist Statistik. Da Mathe in der Schule nicht unbedingt meine Stärke war, wollte ich mich bestmöglich auf dieses Fach vorbereiten. Nach ein paar Stunden in der Bibo habe ich mir mein Mittagessen geholt und mich in die Sonne ans Wasser gesetzt … und es war wirklich so schön, wie es in der Beschreibung klingt. Nach einer weiteren Lerneinheit kam Alissa von der Arbeit. Gemeinsam sind wir mit einem Eis in der Hand durch die Altstadt geschlendert, haben noch einen kurzen Zwischenstopp bei Zara eingelegt – nicht zum Shoppen, sondern weil es dort WLAN gibt – und sind dann wieder in unsere WG eingekehrt.
Heute habe ich meine Uni-Sachen von der WG aus erledigt. Später am Nachmittag ging es noch einmal ins Fitnessstudio. Ansonsten war der heutige Tag weitgehend unaufgeregt.
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich die Woche damit zu tun hatte, mich einzuleben und einzufinden. Es war dann doch sehr viel Neues und sehr viel auf einmal. Zudem werden das WG-Leben und ich wahrscheinlich nie gute Freunde werden. Aber so langsam finde ich auch hier meinen Rhythmus und komme besser mit den ganzen Umstellungen zurecht.
Die nächsten Tage und vor allem am Wochenende stehen einige größere Unternehmungen an. Ich bin selbst sehr gespannt, wie das wird …
P.S.: Vermutlich kommt einmal die Woche ein neuer Blogeintrag.


ES GIBT WLAN ENDLICH!!!