Rainy Days...
Aktualisiert: 2. Sept.
Unser Rückweg aus Oslo mit dem Fahrrad war wie zu erwarten leicht schweißtreibend. Leider verfuhren wir uns zudem und fuhren einen Teil eines Berges umsonst hoch. Danach waren wir zwar auf dem von Google Maps richtig angezeigten Weg, dieser führte jedoch über eine sehr steile Treppe an unser Ziel. Mit den Fahrrädern umso angenehmer …
Am Parkplatz angekommen, fiel mir auf, wie hell der Himmel im Vergleich zu dem Himmel bei uns zu Hause war. Es war zwar dunkel, jedoch nicht so stockfinster wie in den Nächten Dresdens.
Die Nacht verbrachten wir in der Nähe von Oslo am Wasser und unweit eines Pferdehofs. Zwar war unser Nachtquartier vereinzelt von kleinen Häuschen umgeben, aber dies war die erste Nacht, die wir gänzlich ohne Campingnachbarn verbrachten.
Als wir am nächsten Morgen aufwachten, war der Himmel bereits bewölkt. Unser Frühstück konnten wir noch im Trockenen zubereiten. Während unserer morgendlichen Waschroutine bekamen wir die ersten Regentropfen ab. Also beeilten wir uns und fuhren mit unserem Gefährt weiter in Richtung unseres nächsten großen Stopps: Kopenhagen. Vorher wollten wir jedoch noch einen Zwischenstopp mit Übernachtung in Mellerud und am See „Vänern“ einlegen.
Nachdem wir am See angekommen waren und der Regen immer noch nicht nachließ, entschieden wir uns dazu, einen Film im Auto zu schauen und den Tag etwas ruhiger angehen zu lassen. Vorher mussten wir uns jedoch noch einmal raus in den Regen quälen, denn wir hatten beide Hunger. Das Zubereiten unseres Essens, während es in Strömen regnete, war genauso umständlich und ungemütlich, wie es sich hier anhört. Zu diesem Zeitpunkt waren wir beide das erste Mal an dem Punkt, an dem wir uns anschauten und sagten: „Ein Dach über dem Kopf wäre nun auch ganz angenehm.“
Trotzdem war es am Ende: mit dem Essen im Auto, dem nebenbei laufenden Film und ein paar netten Gesprächen sehr gut auszuhalten. Es war auf seine ganz eigene Art und Weise schön und wird uns beiden in besonderer Erinnerung bleiben.
Nach dem Film entschieden wir uns, in die Nähe von Vänersborg zu fahren, denn ein Punkt stand noch auf unserer Liste, hinter den wir unbedingt einen Haken machen wollten: das Nationaltier Schwedens in freier Wildbahn zu sichten – einen Elch. Wir hatten uns im Internet belesen, wobei herauskam, dass man auf dem Halleberg relativ gute Chancen hat, einen Elch zu sichten.
Also machten wir uns am nächsten Tag um 6 Uhr in der Früh auf. Angekommen, fuhren wir langsam über die Waldwege und sogar ein paar Meter offroad. Nach gut einer Stunde und lediglich der Sichtung von ein paar Kühen überkam uns die Müdigkeit, weshalb wir unsere Mission, einen Elch in freier Wildbahn zu sehen, vorerst auf Eis legten. So haben wir zumindest noch einmal einen Grund, nach Skandinavien zu kommen.
Nachdem wir unseren Schönheitsschlaf nachgeholt hatten, war eigentlich der Plan, gut zweieinhalb Autostunden an die schwedische Küste nach Varberg zu fahren. Als es jedoch wieder anfing zu regnen, hatten wir beide unser Camperdasein satt und suchten für die nächsten zwei Nächte nach einer Unterkunft in Kopenhagen. Nach einigem Hin und Her und einer längeren Internetsuche fanden wir schließlich etwas.
Gegen halb neun fuhren wir in Kopenhagen ein. Diesmal blieben wir mit dem Auto jedoch fernab des Stadtzentrum.
Nun ist das Auto geparkt, wir sind beide frisch geduscht und haben unser Zimmer bezogen. Doch für uns neigt sich der Tag noch nicht dem Ende zu!
Es ist Samstagabend und wir sind in Kopenhagen – da wäre es eine Verschwendung, unsere Zeit im Zimmer zu verbringen. Deshalb werden wir die Stadt nun einmal bei Nacht erkunden.
Mal sehen, was Kopenhagen diesmal für uns bereithält …



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